Dachentwässerung

Das Varchentiner Schloss wurde ab 1847 im neogotischen Stil errichtet, der auch Tudorstil genannt wird. Er orientiert sich an spätmittelalterlichen Burgen und Kirchen. Um den Gebäuden einen wehrhaften Charakter zu verleihen wollte man möglichst glatte, ununterbrochene Wände haben, die oben von umlaufenden Zinnen bekrönt waren. Wie also das Regen- und Schmelzwasser abführen?

Die Achillesferse aller Tudorhäuser des 19. Jahrhunderts ist die innenliegende Dachentwässerung, die stetiger Pflege bedarf. Eine Dachentwässerung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der Regenrinne und den Fallrohren, wobei normalerweise die Rinne unter dem Dach geführt wird und an die die Fallrohre angesteckt werden, die das Wasser dann vom Gebäude wegführen. Sollte die Rinne oder die Rohre verschmutzt oder verstopft sein, läuft das Wasser zwar an der Wand runter, staut sich jedoch nicht in großen Mengen. Bei den Tudorhäusern ist dies anders: Die Regenrinnen verlaufen hinter den Zinnen. Die Fallrohre wurden ursprünglich in die Wände eingebaut und später zwar an die Wände außen angesetzt, doch mussten die Zinnen dafür durchbrochen werden und die Verbindung zwischen Rinne und Rohr wies spitze Winkel auf. Wir haben also sowohl bei der innenliegenden Rinne, den innenliegenden Fallrohren als auch bei den nachträglich angesetzten Fallrohren eine große Gefahr der Wasserstauung und der Verstopfung.

Da das Varchentiner Schloss nun schon seit 1994 leer steht, wurde die Dachentwässerung nicht instandgehalten und ausreichend gepflegt. So ist viel Wasser in die Wände eingedrungen und hat massive Schäden verursacht.

Wir wollen noch im Jahr 2017 die gesamte Dachentwässerung sanieren und das Haus damit, bis auf die Schäden am Dach des nördlichen Verbindungsbaus zum Turm, trocken legen. Dafür benötigen wir dringend Sprenden! Bitte helfen Sie mit zu verhindern, dass weiteres Wasser eindringt. Übernehmen Sie eine Patenschaft

Einen Meter Fallrohr 20 EUR

Einen Meter Dachrinne 50 EUR