Der Varchentiner Park

Bereits kurz nach dem Kauf des Varchentiner Gutes ließ Gottlieb Jenisch 1838 den berühmten Gartenkünstler Peter-Joseph Lenné einen Landschaftspark nach englischem Vorbild entwerfen. Das Varchentiner Schloss ist in den Park eingebettet.

Das Schloss befindet sich auf einem Hügel, der sanft bis an das Ufer des Kleinen Varchentiner Sees herabfällt. Lenné entwarf eine Parkanlage, die entlang zweier zentraler Sichtachsen eine großzügige Grünfläche bis an das Seeufer bietet, das westlich vom Schloss liegt. Diese Grünfläche wird auf der südlichen und nördlichen Seite großen Bäumen begrenzt. Südlich schließen sich etwa 20 Hektar Wald an, die Teil von Lennés Entwurf sind. Am nördlichen Rand des Parks plante er eingebettet in die Bäume eine Gärtnerei, die zum Teil noch erhalten ist.

Am nördlichen Ufer des Sees liegt auf einer kleinen Halbinsel eine alte Slawische Burganlage verborgen. Hierhin führte Lenné den Blick des Betrachters in einer der zentralen Sichtachsen. Die zweite Sichtachse lenkt den direkten Blick auf den See. Besonders beeindruckend ist diese Ansicht von der großen südlichen Terrasse. Neben dem Hügel lockern eine Baugruppen und gut platzierte Solitäre die Grünflächen auf.

Am Ende des 19. Jahrhunderts errichtete die Familie von Grote im Wald des Parks eine kleine Kapelle im Neorenaissance Stil, die reich mit Schmuckelementen aus Sandstein verziert ist.